Rosenkranz und Anbetung in St. Lioba

Andacht zur Göttlichen Barmherzigkeit

jeden Freitag 15 Uhr in St. Lioba

Seit 2011 trifft sich jeden Freitag um 15 Uhr eine Gruppe von Frauen und Männern sowohl aus unserer Seelsorgeeinheit wie auch aus benachbarten Seelsorgeeinheiten in der Kirche St. Lioba in Bad Liebenzell, um vor dem Allerheiligsten Altarsakrament eine Andacht zur Göttlichen Barmherzigkeit zu begehen – unter anderem mit dem Gebet des Barmherzigkeitsrosenkranzes und Texten von Sr. Faustyna, einer polnischen Heiligen aus dem 20. Jahrhundert. Außer auf Sr. Faustyna geht die besondere Bedeutung dieser Andacht auch auf Papst Johannes Paul II. zurück.

Nach der Lehre der röm.-kath. Kirche empfangen die Menschen die Werke der Barmherzigkeit, die durch die unendliche, bedingungslose Gottesliebe umfasst wird, durch den Heiligen Geist. Der Apostel Paulus betont immer wieder die Abhängigkeit des sündigen Menschen von der Vergebung Gottes in dessen unendlicher Barmherzigkeit. „Aus Barmherzigkeit rettet Gott die Menschen aus der Verstrickung in ihre Schuld.“ (z. B. Eph 2,4–5) Im Neuen Testament lesen wir in der Bergpredigt: „Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.“ (Matthäus 5,7)

Auch für Papst Johannes Paul II. war Barmherzigkeit die zentrale Botschaft des christlichen Glaubens: „Gott schenkt uns seine Barmherzigkeit, seine unendliche Liebe. Diese Barmherzigkeit macht den Menschen erst fähig, Gott zu erkennen, auf ihn zuzugehen und selbst barmherzig zu sein gegenüber den Mitmenschen.“ Diese Eigenschaft Gottes hervorzuheben, war das große Anliegen des polnischen Papstes. Seine zweite Enzyklika „Dives in Misericordia“, die am 30.11.1980 erschien, beginnt er mit den Worten: „Gott, der voller Erbarmen ist.“ Am 30.04.2000 sprach Papst Johannes Paul II. den Sonntag nach Ostern, den als bisher bekannten Weißen Sonntag, zum Barmherzigkeitssonntag aus. In derselben Feier wurde Maria Faustyna Kowalska von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.