Geistliche Abendmusik am Sonntag, 9. Januar in St. Aurelius

Festliche Werke für Sopran, Cembalo und Orgel zum Fest Heilige Drei Könige

Nachdem die traditionelle Geistliche Abendmusik zum Dreikönigsfest in der Aureliuskirche in Hirsau im letzten Jahr dem Corona-Lock-Down zum Opfer fiel, kann dieses beliebte Konzert zum Ende der Weihnachtszeit in diesem Jahr – hoffentlich – wieder stattfinden. Dabei gibt es im Vergleich zu den früheren Ausgaben zwei wesentliche Änderungen: Zum Ersten findet das kommende Konzert drei Tage nach dem Erscheinungsfest, also am Sonntag, dem 9. Januar 2022 statt, und zum Zweiten wird es von einer Sopranistin und einem Cembalisten bzw. Organisten aus Frankfurt und damit in einer für dieses erste Hirsauer Konzert des Jahres völlig neuen Besetzung gestaltet werden.

Zudem treten mit Simone Schwark und Jürgen Banholzer in der Geistlichen Abendmusik zum Dreikönigsfest erstmals Künstler auf, die sich überwiegend der historisch informierten Aufführungspraxis verschrieben haben. Beide sind auf diesem Gebiet nicht nur solistisch aktiv, sondern gehören jeweils Ensembles an, die den barocken Originalklang pflegen. Mit einem solchen, dem Frankfurter Ensemble „In Paradiso“, war Simone Schwark vor einigen Jahren schon einmal in der Konzertreihe Sankt Aurelius zu Gast, wo sie mit ihrem Auftritt große Begeisterung auslöste. Außerdem arbeitet sie u. a. eng mit dem Johann-Rosenmüller-Ensemble und dem Balthasar-Neumann-Chor zusammen. Auch Jürgen Banholzer weist eine sehr respektable Karriere im Bereich der Alten Musik auf, sei es in seiner Ausbildung, die er u. a. an der berühmten Schola Cantorum in Basel absolvierte, sei es in seiner aktiven Laufbahn. In dieser musiziert er u. a. mit berühmten Originalklang-Ensembles wie Concerto Köln, dem Balthasar-Neumann-Ensemble oder dem Freiburger Barockorchester.

Für ihr gemeinsames Hirsauer Debütkonzert haben die beiden ein feines Programm mit Werken des italienischen und deutschen Frühbarocks ausgewählt, das wunderbar in die (ausklingende) Weihnachtszeit passt. So werden etwa Kantaten und Arien von Buxtehude, Kapsberger, Marini und Merula das Geschehen in der und um die Krippe thematisieren, während die Gesänge von Graziani und Monteverdi die Gottesmutter Maria in den Mittelpunkt stellen. Umrahmt und ergänzt werden diese und weitere weihnachtliche Vokalwerke von festlichen Solostücken, die Jürgen Bannholzer auf der Rohlf-Orgel und auf dem Cembalo vortragen wird.

Zur Information: Der Eintritt zu dem am Sonntag, 9. Januar 2022 um 17 Uhr beginnenden Konzert in der Aureliuskirche ist frei; am Ausgang wird um Spenden zur Deckung der Kosten gebeten.

Das Konzert findet unter den dann aktuellen Corona-Vorschriften statt, die dann vermutlich die 3-G- oder die 2-G-Regel vorsehen werden.

Autor: Peter Schlang